19 Mai 2019

Einsatz, H1, Arbeitsalarm Tag, Person in Zwangslage klein

Alarmierung: 
Freitag, 17. Mai 2019 - 16:43 to 17:30
Einsatzart: 
Einsatzort: 
79219,Staufen,<Strasse>
Karte: 
Einsatzstichwort: 
Person in Zwangslage klein
Fahrzeuge im Einsatz: 
sonstige Einheiten: 
Polizei, Rettungsdienst
Bericht: 

Tücken der Technik

Am vergangenen Freitag hat die Fahrerin eines PKW ihr Fahrzeug am Schleifsteinhof abgestellt. Beim Verlassen des Wagens bemerkte sie, dass das Dachfenster noch geöffnet war und wollte dieses schließen. Dabei geriet sie auf den Notruf-Knopf des eCall-Systems. Dabei handelt es sich um ein von der Europäischen Union vorgeschriebenes Notrufsystem, welches seit dem 31. März 2018 in allen Neuwagen eingebaut sein muss. Dieses meldet einen Unfall automatisch an die europäische Notrufnummer 112. Es kann aber auch manuell ausgelöst werden, wie in diesem Fall. Da die Dame sich dessen nicht bewusst war, verschloss sie das Fahrzeug und entfernte sich davon. Unterdessen wurde der vermeintliche Notruf in der integrierten Rettungsleitstelle in Freiburg bearbeitet. Der Disponent baute dazu eine Sprachverbindung mit dem System im Fahrzeug auf und fragte ab, ob tatsächlich ein Notfall vorliegt. Da er keine Antwort bekam, musste er davon ausgehen, dass Hilfe benötigt wird. Somit wurde die Feuerwehr Staufen, der Rettungsdienst und die Polizei alarmiert. Als erste Einheit traf ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Staufen bei dem Ausflugslokal in Grunern ein. Bei der Erkundung meldete sich die Fahrerin und schilderte den Sachverhalt. Danach konnte der Einsatz für alle beteiligten Einheiten beendet werden.
Die Feuerwehr weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man nach einer versehentlichen Betätigung des Notrufknopfes im Fahrzeug verbleiben soll und den Sprachanruf durch die Leitstelle beantworten muss. Nur so kann ein unnötiger Einsatz der Hilfskräfte vermieden werden.